Warum lecken Hunde den Menschen ab?

Warum lecken Hunde? – Erfahre jetzt warum Hunde lecken

Du möchtest gerne wissen warum dein Hund dir die Hänge ableckt? Warum lecken Hunde sich Gegenseitig? Erfahre jetzt die Gründe für diese Verhaltensweise.

Fast jeder kennt das, der Hund leckt die Hände oder das Gesicht ab. Für viele Menschen ist das Verhalten des Tieres eklig und Sie reagieren mit Unverständnis und sogar mit Abscheu. Doch warum machen Hunde das eigentlich? Dieses Verhalten kann unterschiedliche Ziele haben, deshalb ist es wichtig die Situation richtig zu beobachten und zu deuten. Orientieren sollte man sich dabei am Muttertier und wie es die jungen Welpen behandelt.

 

Inhalt
Soziale Interaktion
Ziel Nahrungsaufnahme
Zeichen der Zuneigung
Zwischen Hund und Mensch
Lecken aus Angst
Lecken in Ordnung?
Vorsicht bei dauerhaftem Lecken

Lecken als Soziale Interaktion – Mutter und Jungtier

 

Kaum haben die Welpen das Licht der Welt erblickt beginnt die Hundemutter mit einer intensiven Reinigung. Die Welpen werden von der Mutter trocken geleckt. Diese Art von Körperpflege ist für die Frischgeborenen nicht nur notwendig, sie sorgt auch für die ersten Mutter- Kind Interaktion. Muttertiere erkunden dadurch die Einzelheiten Ihrer Welpen und auch deren charakteristischen Gerüche.

Auch nach jeder Mahlzeit werden die Welpen einer gründlichen Zungenmassage unterzogen. Dieses Verhalten der Mutter dient nicht nur alleine der Körperpflege und der Sozialen Interaktion. Sie regt damit auch den Verdauungsprozess des Welpen an.

 

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Lecken zum Ziel der Nahrungsaufnahme

 

Nach einigen Wochen saugen die Welpen nicht mehr so oft an den Zitzen des Muttertiers, sondern beginnen langsam mit einer anderen Art der Nahrungsaufnahme.

Sie sind jedoch noch nicht in der Lage ein Beutetier alleine und ohne fremde Hilfe zu zerlegen und zu fressen. Aus diesem Grund „betteln“ Sie bei der Mutter oder bei anderen Rudelmitgliedern. Sie animieren diese zum hochwürgen von bereits Vorverdauter Nahrung. Dieses lecken Welpen von der Schnauze des Erwachsenen Hundes ab. Das Lecken dient in diesem Fall der Nahrungsaufnahme.

Der Welpe sendet aber zeitgleich das Zeichen der Unterwürfigkeit und der Zuneigung aus. Er signalisiert dem erwachsenen Hund, dass er vertrauen in seiner Überlegenheit und Fürsorge hat.

 

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Lecken als Zeichen der Zuneigung

 

Unter Artgenossen drückt das Gegenseitige Ablecken Zuneigung, Unterwürfigkeit, Vertrauen und der Bitte um Fürsorge aus. Selbst erwachsene Hunde nutzen diese Verhaltensweise und interpretieren Sie auch dementsprechend. Aus diesem Grund wird das Streicheln als Zuneigung verstanden, für Sie ist es eine Art von sozialer Fellpflege die Zuneigung und Vertrauen ausdrückt. Umgekehrt möchten Sie dieses Vertrauen auch zurückgeben und möchten das Rudel (auch den Menschen) pflegen und reinigen.

 

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Lecken zwischen Hund und Mensch

 

Wenn ein Hund ein Baby oder ein Kind ableckt möchte er oft seine Zuneigung und Fürsorge zum Ausdruck bringen. So wie es das Muttertier bei Ihm getan hat. Er wird unter Umständen auch das Kind beschützen und Kontakt von anderen Personen durch knurren unterbinden.

Betrachtet man das ganze aus hygienischer Sicht ist es normal das man bedenken hat. Allerdings wird kaum ein Hund ein Verbot verstehen, da er nicht verstehen kann warum er seine Zuneigung nicht zum Ausdruck bringen darf.

Ein Hund, der die Hände oder das Gesicht des Herrchens ableckt, zeigt diesem seine Zuneigung und Unterwürfigkeit. Es ist außerdem ein Ausdruck von Vertrauen. Der Mensch nimmt bei dieser Interaktion die Rolle des Muttertieres ein.

Mit dem Ablecken möchte der Hund auch die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Gleichzeitig zeigt er dadurch seine Zuneigung und Unterwürfigkeit. Einer der Gründe für dieses Verhalten kann auch Hunger sein. Er weiß dass er kein Essen einfordern kann, weil er rangniedriger ist, dennoch versucht er darauf aufmerksam zu machen.

 

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Lecken aus Angst

 

Es kann auch vorkommen dass dich dein Hund aus Angst ableckt. Er sucht in solchen Situationen nach Schutz und Unterstützung. Er möchte damit zum Ausdruck bringen das er selbst nichts macht und nur große Angst hat.

Bei einem Besuch beim Tierarzt braucht man sich auch nicht wundern wenn der Hund den unbekannten Arzt ableckt, in diesem Fall zeigt er auch wieder seine Verunsicherung.

 

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Soll ich es zulassen dass mich mein Hund ableckt?

 

Dies ist eine Frage die jeder für sich selbst beantworten muss. Auf der einen Seite ist das Ablecken eine natürliche Verhaltensweise des Hunden, er wird Verbote nur schwer verstehen können. Sollte man diese dennoch aussprechen verunsichert man Ihn nur. Es ist normal dass man hygienische Bedenken hat. Hunde lecken ja fast alles ab und nehmen viele Dinge in den Mund.

Möchtest du dass dein Hund dir nicht das Gesicht ableckt solltest du versuchen das Verhalten zu steuern. Biete ihm zum ablecken deine Hände an. Auf diese Weise lässt er das Gesicht in Ruhe und die Hände können schnell wieder gewaschen werden.

Dein Hund möchte mit dem Lecken seine Gefühle ausdrücken. Entweder weil er sich freut, weil er ein Bedürfnis wie Hunger hat oder auch Angst. Auch Fürsorge zeigt er oft mit diesem Verhalten, beispielsweise wenn du krank im Bett liegst. In den meisten Fällen ist es also ein positives Signal, doch manchmal muss man auch vorsichtig sein, dann wenn er dieses Verhalten dauerhaft zeigt.

 

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Vorsicht bei dauerhaftem Leckverhalten

 

Es kann sich schnell zu einem Aufmerksamkeit erheischenden Verhalten ausweiten, wenn du immer sofort reagieren. Vielen Hunden ist es dann sogar egal wie Du auf dieses Verhalten reagierst, Hauptsache du zeigst überhaupt eine Reaktion. Je nach Wesen kann er regelrecht „süchtig“ nach dieser Art von Aufmerksamkeit werden.

Um dies erst gar nicht zu zulassen sollte man schon von Beginn an versuchen dagegen zu steuern. Zeige keine übermäßige Freude wenn er dich ableckt, sondern erst dann wenn er eine gewünschte Alternative Handlung macht. Welche? Das kann man ihm antrainieren. Schenken Ihm Aufmerksamkeit wenn er sich vor die Füße legt oder er sich auf seinem Platz legt. So kannst du ihn belohnen, und bei der Hundeerziehung ist eine Belohnung immer besser als eine Strafe.

 

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