Reanimation bei Hunden

Ein Atemstillstand oder Herzversagen erfordert schnellstmögliche Hilfe. Man sollte direkt mit den Reanimationsmaßnahmen beginnen und diese fortführen bis der Tierarzt eintrifft. Jeder Hundebesitzer sollte wissen wie er in einer solchen Situation handeln muss. In einem Ernstfall kann dies das Leben des Vierbeiners retten.

 

So belebt man seinen Hund wieder

 

Die richtige Reihenfolge ist lebenswichtig für den Hund. Natürlich ist man in diesen Situationen sehr aufgeregt und es fällt einem schwer sich komplizierte Vorgänge zu merken. Aus diesem Grund gibt es eine kleine Eselsbrücke – das ABC der Reanimation

 

A wie Atemwege

 

Bewusstlose Hunde können an dem eigenem Erbrochenem oder auch an Blut oder Schleim ersticken. Aus diesem Grund muss man die Atemwege des Hundes überprüfen und eventuell reinigen.

Hierzu öffnet man das Maul des Hundes, zieht die Zunge nach draußen und überprüft ob die Atmung des Hundes behindern kann. Falls Blut, Erbrochenes oder Schleim im Maul zu finden ist, müssen diese Dinge entfernt werden. Dies kann man ohne weitere Bedenken mit der Hand machen.

 

B wie Beatmung

 

Bei der Atmung gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Die Aktive und die Passive Beatmung.

 

Die Aktive Beatmung

 

Bei der Aktiven Beatmung muss der Hund künstlich über die Nase beatmet werden. Umschließen Sie mit beiden Händen das Maul des Hundes damit bei der Beatmung keine Luft aus dem Maul austreten kann.

Der Hals des Hundes wird während der Beatmung leicht überstreckt.

Man sollte darauf achten nicht zu viel Luft in den Hund zu atmen, Sobald sich der Brustkorb des Hundes anhebt sollte man mit der Beatmung aufhören. Der Hund stößt die eingeatmete Lust von alleine raus.

Diesen Vorgang sollte man solange wiederholen bis der Hund von selbst wieder atmen kann. In der Regel wird empfohlen alle 2-3 Sekunden einen Atemzug zu machen.

 

Die Passive Beatmung des Hundes

 

Bei der Passiven Beatmung drückt man den Brustkorb des Hundes zusammen während er auf der Seite liegt. Die Luft wird während dieses Vorgangs aus dem Brustkorb gedrückt. Lässt man diesen Los wird Luft eingesaugt.

Diese Maßnahme ist vor allem bei kleineren Hunden empfehlenswert da die Mund zu Nase Beatmung durch die Größe sehr schwierig ist.

Wie bei der aktiven Beatmung sollte man den Vorgang alle 2-3 Sekunden wiederholen.

 

C wie Cardiale Reanimation

 

bei Herzstillstand

 

Präcordiale Faustschlag

 

Mit einem Faustschlaf auf die Linke Seite des Brustkorbs oberhalb des Ellenbogens im Bereich der zweiten Rippe soll das Herz reanimiert werden.

Achtung, der Schlag sollte der Größe des Hundes angepasst werden, aber dennoch kräftig. Schlägt man zu fest, kann man dem Hund eine Rippe brechen. An dieser Stelle hat die Reanimation aber oberste Priorität.

Der Präcordiale Faustschlag ist nur innerhalb der ersten Minuten nach einem Herzstillstand wirksam.

 

Die Herzmassage

 

Die Herzmassage ist eine Maßnahme die nach dem Präcordiale Faustschlag angewendet werden sollte. Von der Anwendung unterscheiden sich die beiden Reanimationsmaßnahmen kaum. Man versucht stoßartigen Druck auf das Herz auszuüben. Danach erfolgt eine kleine Entlastung. Die Frequenz sollte etwas mehr als einmal pro Sekunde sein.

Das Herzfeld befindet sich auf der linken Brustkorbseite, über einer gedachten Waagerechten vom Ellenbogen aus zwischen 3. und 6. Zwischenrippenraum

Die Herzmassage sollte an die Größe des Hunden angepasst werden.

  • Sehr kleine Hunde / Druck nur mit dem Daumen ausführen. Die Linke hand umfasst dabei den Brustkorb.
  • Kleine Hunde / Druck durch die Handfläche einer Hand, Kraft aus dem Oberkörper, Hund liegt auf der rechten Seite.
  • Große Hunde / Druck durch beide aufeinandergelegte Hände (wie beim Menschen), Kraft aus dem Oberkörper, Hund liegt auf der rechten Seite.

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